Gesundheitsförderung durch Selbstwertstärkung von Grundschülern
Wissenschaftler, Lehrer und Eltern diskutieren Schulprojekt der Universität
Göttingen
Die Erhaltung und Stärkung des Selbstwertgefühls bei Grundschülern ist
Ziel eines Förderprogramms, an dem 32 Schulen in Göttingen und Dortmund
teilnehmen und das von einer Forschungsgruppe der Universität Göttingen
wissenschaftlich begleitet wird. Auf einer Tagung am 26. und 27. September 2003
zu dem Thema "Ich bin Ich. Gesundheitsförderung durch
Selbstwertstärkung" diskutieren Erziehungswissenschaftler, Mediziner,
Lehrer, Eltern und Studierende über Ergebnisse und Erfahrungen mit dem
Programm. Im Mittelpunkt stehen Fragen zur weiter gehenden Beteiligung der
Eltern, zur Einführung von Elternseminaren und zur Qualifizierung der
Lehrerinnen und Lehrer auf dem Weg zu einer gesundheitsfördernden Schule.
Außerdem werden Überlegungen vorgestellt, das Förderprogramm auch in
Kindergärten einzuführen. Veranstalter der Tagung ist das Pädagogische
Seminar der Georg-August-Universität in Kooperation mit der Barmer Ersatzkasse,
Veranstaltungsort ist die Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring in Bovenden
bei Göttingen.
"Gesund lehren und lernen ist eine Forderung an alle, die an Erziehungs-
und Bildungsprozessen beteiligt sind. Auch in Deutschland ist die Gesundheit von
Kindern nach Daten der Weltgesundheitsorganisation WHO erschreckend
schlecht", sagt Prof. Dr. Christina Krause vom Pädagogischen Seminar der
Universität Göttingen, die das Projekt "Ich bin Ich" leitet. Seit
2000 nehmen Schulen in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen an dem Programm
teil. Erarbeitet und erprobt wurde es im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie,
die von 1995 bis 1999 als Kooperationsprojekt des Pädagogischen Seminars der
Universität Göttingen und des Instituts für Medizinische Psychologie der
Universität Greifswald durchgeführt wurde.
Quelle: Pressemitteilung der Georg-August-Universität Göttingen vom
04.09.2003