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Schulverweigerer werden immer jüngerMaßnahmen zur Verbesserung des Schulklimas und der Unterstützung der Familien gefordertDarmstadt (esn) - Fünf bis Zehn Prozent der Schüler verweigern sich in der Schule. Dazu kommen noch die "schulmüden" Schüler, die inzwischen auf eine halbe Millionen geschätzt werden. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) schlägt deshalb, weil immer jüngere Kinder den Schulbesuch verweigern. «Zunehmend schwänzen Zehn- und Elfjährige die Schule», sagte der VBE- Schulexperte Heinz Wagner der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Diese Altersgruppe stehe am Übergang von der Grundschule in eine weiterführende Schule, und dies sei die schwierigste Phase für viele Schüler. «Die Kinder, die nicht auf das Gymnasium gehen, geben häufig innerlich auf.» Mit dem Thema Schulverweigerung befasst sich der VBE auf dem diesjährigen Deutschen Lehrertag unter dem Motto «Schule und Schulsozialarbeit» am 16. Mai in Schwerin. Wagner plädierte ferner dafür, Planstellen für Schulsozialarbeiter zu schaffen. Vor allem in den Schulen sozialer Brennpunkte sei der Anteil der Schüler mit Problemen außerordentlich gewachsen. Die Ursachen lägen immer öfter in den Familien. «Um Kinder und Jugendliche vor dem Abgleiten und schulischen Misserfolgen zu bewahren, sind neben einem günstigen Schulklima häufig familienunterstützende Maßnahmen notwendig. Hier ist Schulsozialarbeit gefragt.» Doch bislang gebe es in der Regel weder Planstellen für Sozialpädagogen an Schulen noch eine Aufgabenbeschreibung, kritisierte Wagner, der selbst Schulleiter in Paderborn ist.
Quelle: dpa - Meldung vom 12.05.2003 |
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