Unbeaufsichtigte Kinder surfen öfter zu Porno und Gewalt
Kinder die unbeaufsichtigt im Internet surfen, klicken häufiger Gewalt
verherrlichende Seiten und pornografische Angebote an als Jugendliche unter
Aufsicht. Zu diesem Ergebnis kommt eine EU-Studie über die europaweite Nutzung
des Internets durch Kinder, teilte der Europäische Wirtschafts- und
Sozialausschuss (WSA) Ende November 2001 in Brüssel mit.
Danach surfen 75 bis 80 Prozent der Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren in
Österreich und in Großbritannien auf eigene Faust im Internet. In südeuropäischen
Ländern werde das Internet dagegen eher im Familienkreis genutzt, hieß es. So
nutze der Nachwuchs etwa in Griechenland so gut wie nie ohne elterliche Aufsicht
das Web. Trotzdem kommunizierten 80 Prozent der griechischen Kinder über Chat-
Lines.
Nach der Untersuchung möchten 80 Prozent aller befragten Kinder vor anstößigen
Bildern und 75 Prozent vor Gewaltdarstellungen im Internet geschützt werden.
Der WSA rief die EU-Kommission zum Handeln auf. «Internetdienste-Anbieter müssen
unbedingt gesetzlich dazu verpflichtet werden, im Internet surfende Kinder zu
schützen», hieß es in der Mitteilung des Ausschusses, in dem europäische
Interessengruppen vertreten sind.